Zenith Optimedia prognostiziert für die Zukunft steigende Netto-Werbeinvestitionen. Bis 2015 erwarte man ein Wachstum von rund 6 Prozent. In vorderster Front wird die Online-Werbung als stärkster Wachstumstreiber gesehen, wobei ein Großteil der Investitionen für den Bereich Online-Video und Social-Media erwartet werden.

Laut der jüngsten Studie „Advertising Expenditure Forecast“ von Zenith Optimedia ist das Wachstum in erster Linie auf die Regionen Lateinamerika, Osteuropa und Asien zurückzuführen. In den neuen Märkten geht man bis 2015 von einem Zuwachs von 3,9 Prozent aus. Insgesamt sollen sich die Werbeinvestitionen um 5,6 Prozent erhöhen. Positive Aussichten gibt es auch für diejenigen Märkte, die aufgrund der Eurokrise zuletzt einen Rückgang der Investitionen in Werbung hinnehmen mussten. Dass diese Märkte sich erholt haben, soll durch einen Wachstum von 3,5 Prozent bis 2015 bestätigt werden.

Die Online-Werbung zeigt sich als wichtigster Antreiber der Netto-Gesamtinvestitionen. Im vergangenen Jahr wurde hier ein Wachstum von 11,2 Prozent erzielt und für das laufende Jahr geht man bei Zenith Optimedia von ähnlich starken Wachstumszahlen im Bereich der Online-Werbung aus. Mit sage und schreibe 30 Prozent erwartet man vor allem im Bereich Online-Video und Social-Media einen besonders hohen Anstieg. Die fortschreitenden technischen Innovationen und neue Services wie Lokalisierung sowie wachsende Ausspielmöglichkeiten auf mobilen Endgeräten, werden als die wichtigsten Gründe für den starken Anstieg gesehen.

Für die Mediengattungen Zeitungen und Zeitschriften sind die Prognosen nicht ganz so rosig. „Dagegen werden die Zeitungen mit Minus 3,7 Prozent und die Zeitschriften mit Minus 2,5 Prozent weiter verlieren. Bereits 2015 wird das Internet zum stärksten Werbeträger in Deutschland avancieren. Für ein Zeitungsland wie Deutschland sind das bittere Erkenntnisse“, so Laut Frank‐Peter Lortz, Chairman ZenithOptimedia.

Wirft man einen Blick auf das Ranking der Top-10-Werbemärkte, werden die Spitzenreiter auch 2015 USA, Japan, China und Deutschland sein, gefolgt von den Ländern Brasilien, Großbritannien, Russland, Australien Frankreich und Südkorea.

Quelle: www.internetworld.de